Digitale Barrierefreiheit ist mehr als nur eine gesetzliche Pflicht.
Was passiert, wenn ein Formular nicht mit der Tastatur bedienbar ist? Was, wenn wichtige Inhalte von einem Screenreader nicht erfasst werden oder ein Video ohne Untertitel auskommt? Ohne Barrierefreiheit endet die digitale Customer Journey, bevor sie überhaupt begonnen hat.
Digitale Barrierefreiheit ist dabei weit mehr als eine gesetzliche Anforderung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG). Denn eine Website, die für möglichst viele Menschen zugänglich ist, verbessert auch die Nutzererfahrung und kann dazu beitragen, mehr Menschen mit relevanten Gesundheitsinformationen zu erreichen.
Digitale Barrieren führen zum Abbruch
Wie häufig Menschen auf digitale Barrieren stoßen, zeigen aktuelle Zahlen aus einer Befragung von Accessiway: In Deutschland haben 80,1 % der Befragten bereits digitale Barrieren erlebt. Zu den häufigsten Problemen gehören schwer lesbare Texte, unverständliche Inhalte sowie Formulare und Websites, die sich nicht problemlos bedienen lassen.
Für Healthcare-Unternehmen bedeutet das: Wenn wichtige Inhalte nicht zugänglich sind, endet die User-Journey oft, bevor die relevanten Gesundheitsinformation von Patientinnen und Patienten gefunden wurden.
Ältere Zielgruppen besonders betroffen
Im Healthcare-Marketing ist der Blick auf die Altersstruktur besonders interessant. Denn mit zunehmendem Alter steigt laut der Befragung auch die Wahrscheinlichkeit, auf digitale Barrieren zu stoßen. Gleichzeitig sind ältere Menschen längst digital erreichbar. So haben bereits 61,8 % der 18- bis 29-Jährigen digitale Barrieren erlebt, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es 74,3 %. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar 85,2 %.
Menschen über 50 Jahre gehören in vielen Bereichen des Healthcare-Marketings zu den wichtigsten Zielgruppen. Wer diese Zielgruppen digital erreichen möchte, sollte deshalb auch berücksichtigen, wie einfach Informationen auf einer Website gefunden und genutzt werden können.
Was bedeutet digitale Barrierefreiheit für Websites?
Digitale Barrierefreiheit beginnt bereits bei der Konzeption einer Website. Dazu gehören beispielsweise gut lesbare Texte, ausreichende Kontraste und eine verständliche Struktur. Auch die Navigation, Formulare und interaktive Elemente sollten möglichst einfach bedienbar sein.
Für Healthcare-Websites spielt zudem die verständliche Aufbereitung medizinischer Inhalte eine wichtige Rolle. Komplexe Informationen sollten so strukturiert sein, dass Nutzerinnen und Nutzer schnell erkennen können, welche Inhalte für sie relevant sind.
Viele Maßnahmen zur Barrierefreiheit verbessern dabei gleichzeitig die allgemeine User Experience. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass auch die Sichtbarkeit in der KI-Suche unterstützt werden kann, da Chatbots & Co. gut strukturierte und einfach erfassbare Inhalte bevorzugen.
Fazit: Digitale Barrierefreiheit als Chance für Healthcare-Unternehmen
Digitale Barrierefreiheit ist mehr als eine gesetzliche Anforderung. Sie kann dazu beitragen, digitale Healthcare-Angebote besser zugänglich und nutzerfreundlicher zu gestalten.
Insbesondere für Healthcare-Unternehmen lohnt sich ein genauer Blick auf die eigene Website. Wo entstehen Barrieren? Welche Inhalte sind besonders relevant? Und wie können Nutzerinnen und Nutzer einfacher zu den Informationen gelangen, die sie suchen?
Bei LeFee verbinden wir Healthcare-Expertise mit moderner und user-orientierter Website-Entwicklung. Wir konzipieren und entwickeln Websites, die auf die Anforderungen von Healthcare-Marken und ihre unterschiedlichen Zielgruppen genau abgestimmt sind.
Ihr plant eine neue Healthcare-Website oder möchtet eure bestehende Website auf digitale Barrierefreiheit prüfen? Sprecht uns gerne an!
Quellen:
accessiway.com